Ordensleben

Profil

Menschen, die sich für das Ordensleben entscheiden, richten ihr Leben darauf aus, Gott zu suchen und die Beziehung mit ihm zu vertiefen.
Sie streben danach, so zu werden, wie Gott sie im tiefsten Kern geschaffen hat. Durch ihre von Gebet und Arbeit geprägte Lebensweise möchten sie Gott und den Menschen dienen.

Es gibt Klöster mit Klausur, die ihr Engagement vor allem nach Innen ausrichten: Gebet, Meditation und Stille prägen ihren Alltag. Andere Gemeinschaften stellen sich in den Dienst an den Menschen, oft in pastoralen oder caritativen Aufgabenfeldern.
Ordensleute leben in größeren und kleineren Gemeinschaften zusammen.

Gebet und Gottesdienst haben einen wichtigen Platz im Leben jeder Ordensgemeinschaft. Dazu kommen Aufgaben im Beruf und Dienste in der Gemeinschaft. Persönliche Zeit für eigene Hobbies und geistliche Vertiefung ergänzen den ganzheitlichen Lebensstil.

Was für jeden Menschen gilt, ist im Ordensleben besonders wichtig: die Entwicklung einer in sich gefestigten, eigenständigen Person. Es geht darum, die eigenen, gottgeschenkten Begabungen zu entdecken und zu pflegen.
Die Berufung zu einer Lebensweise nach den evangelischen Räten der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams ist der Ausgangspunkt eines lebenslangen Weges der Klärung und der Reifung.

Armut
Ordensleute sagen Ja zu einem Leben, in dem sie nicht alles haben müssen, weil sie alles von Gott erwarten. So brauchen sie keine Ansprüche stellen – mit empfangenden Händen können sie teilen.

Ehelosigkeit
Ordensleute sagen Ja zu einem Leben, das die Sehnsucht, Gott mit ungeteiltem Herzen zu lieben, ausfüllt. So werden sie frei, sich den Menschen zuzuwenden, für sie da zu sein.

Gehorsam
Ordensleute sagen ja zu einem Leben, in dem sie Hörende bleiben auf Gottes Anruf in Gebet und Bibel, in den Begebenheiten des Alltags und in den Begegnungen. So antworten sie auf ihre Berufung und übernehmen Verantwortung.