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Die Idee

Die Idee done

Du bist in Deiner Pfarrei bzw. Pfarreiengemeinschaft ehrenamtlich aktiv und bist bereit, Jugendliche ein Stück ihres Weges zu begleiten. Das ist super! Junge Menschen sind interessante Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Sie bereichern mit ihrem offenen Blick, ihrem kritischen Nachhaken und ihrer Begeisterungsfähigkeit auch Dich.

 

Gleichzeitig haben Jugendliche persönliche Fragen an das Leben:

WAS SOLL AUS MIR WERDEN?

GEHÖRE ICH DAZU?

WIE SOLL ICH, ANGESICHTS DER KRISEN, MEIN PERSÖNLICHES LEBEN GESTALTEN?

BIN ICH GUT GENUG?

FINDE ICH MEINEN PLATZ?

WERDE ICH MEINEN TRAUM LEBEN KÖNNEN?

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WIE SIEHT DIE ZUKUNFT DES PLANETEN AUS?

MÜSSEN WIR WEITERE KRIEGE BEFÜRCHTEN?

Gott lässt mich in meinem Fragen und Suchen nicht allein. In Taufe und Firmung empfange ich den Heiligen Geist, der in mir Wohnung nimmt und mich durch seine Gaben stärkt. Er hilft mir, das Leben mutig und zuversichtlich anzupacken sowie die persönliche Berufung zu suchen, zu finden und zu leben. Hinweise auf die eigene Berufung sind die individuellen Stärken und Talente, die Gott mir auf meinem Lebensweg mitgibt. Anhand ihrer kann ich den Weg finden, auf dem ich sinnvoll für die anderen und zugleich erfüllend für mich wirken kann.

Mit unserem Firmtrack, der das Thema „BERUFUNG" ins Zentrum stellt, wollen wir die jungen Menschen auf ihrer Suche nach ihrer je eigenen Identität und nach Orientierung für ein gelingendes Leben unterstützen.

 

Viel Freude und Gottes Heiligen Geist bei der Firmvorbereitung!

Was ist Firmung?

Was ist Firmung?

Die katholische Kirche feiert sieben Sakramente: Taufe, Eucharistie, Firmung, Ehe, Weihe, Buße (Versöhnung) und Krankensalbung. Das Wort Sakrament stammt vom lateinischen „sacramentum“ (Heilszeichen) und meint im katholischen Verständnis ein sichtbares Zeichen der Liebe und Gnade Gottes, das bewirkt, was es bezeichnet. Im Sakrament wird die Gegenwart des unsichtbaren Gottes im Leben des Menschen erfahrbar.

 

Das Wort Firmung, vom lateinischen „firmare“, bedeutet Stärkung, Bekräftigung oder Besiegelung. Die Firmung war ursprünglich in der altkirchlichen Liturgie der Abschluss der Taufe. Sie hat sich ab dem 4. Jahrhundert aus der bischöflichen Handauflegung und der Salbung mit Chrisam zu einem eigenen Sakrament entwickelt, dessen Spendung dem Bischof (oder einem von ihm besonders beauftragten Priester) vorbehalten ist. Von Beginn an hat man die Firmung als Besiegelung der Taufe verstanden und als Sakrament, das den Menschen durch die Gabe des Geistes in seinem Christsein stärkt.

 

Im Firmgottesdienst empfangen die jungen Menschen diese Stärkung. Sie werden mit wohlriechendem Chrisam (ein vom Bischof geweihtes Öl, bestehend aus Olivenöl und Balsamharz) gesalbt. Der Firmspender zeichnet mit dem Chrisam ein Kreuz auf ihre Stirn und spricht: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."

Mit einem „Amen“ (So ist es!) bestätigen die Neugefirmten die Besiegelung und die Vollendung der Taufe und werden durch den Empfang des Firmsakraments ganz in die Kirche aufgenommen. Das Sakrament der Firmung ist nach der Taufe und der Zulassung zur Eucharistie das dritte Sakrament der dreistufigen Initiation (Eingliederung in die Kirche).

Die Spendung der Firmung durch den Bischof oder einen von ihm beauftragten Firmspender macht die kirchliche Dimension der vollkommenen Eingliederung in die Gemeinschaft der Glaubenden deutlich. So kommt auch verstärkt der Aspekt der Berufung und der Sendung in den Blick. Ich bin nicht Christin und Christ für mich alleine, sondern im Rahmen meiner Tauf- und Firmberufung zusammen mit meinen Schwestern und Brüdern gesandt, meinen Glauben zu leben und durch Taten zu bezeugen.

 

Kardinal Kurt Koch sagt über die Firmung:

 

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„Die Berufung zur Nachfolge des Herrn in der Welt von heute ergeht an den einzelnen Menschen in der Taufe und ihrer Ratifizierung in der Firmung als der persönlichen Annahme des Bundes der Taufe. Die Firmung ist deshalb das eigentliche Wurzelsakrament der kirchlichen Berufung. Darauf weist bereits der liturgische Ritus der Firmung hin, der bemerkenswerte Parallelen zu den Riten der verschiedenen sakramentalen Weihen aufweist: Der Ritus der Firmung wird innerhalb der Eucharistiefeier am gleichen Ort vollzogen wie die Weihen, nämlich im Übergang zwischen Wortgottesdienst und Eucharistiefeier. Beide beginnen mit einer Befragung nach der Bereitschaft zum Bekenntnis des Glaubens und setzen sich fort in einem Gebet für die zu Firmenden oder die zu Weihenden. Beide erreichen ihren Höhepunkt in der Handauflegung, die begleitet wird von einer Chrisamsalbung. Und beide werden mit dem Friedensgruß abgeschlossen. Wenn wir diesen offensichtlichen Parallelismus bedenken, dann ist die Firmung die ‚Weihe zum allgemeinen Priestertum aller Getauften‘ und das Wurzelsakrament der kirchlichen Berufung.“

Aufbau des Firmtracks

Aufbau des Firmtracks
Aufbau des Firmtracks

Der Firmtrack ist ein fertig ausgearbeitetes Firmkonzept, das inhaltlich die Firmung als das Wurzelsakrament der kirchlichen Berufung begreift und so vor allem die Aspekte der Berufung und Sendung in den Blick nimmt. Da es in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften bereits viele sehr gute Vorbereitungen auf das Sakrament gibt, ist der Firmtrack so gestaltet, dass auch nur einzelne Elemente herausgenommen werden können.

Der Firmtrack besteht aus vier Themenbereichen:

  • Ich: Im ersten Teil schaut der junge Mensch auf sich selbst, auf seine Stärken, seine Fragen und sein Umfeld.

  • Welt: Da wir nicht isoliert in unserem Ich stecken bleiben können, weiten wir den Blick auf die Welt mit allem Schönen, aber auch Herausfordernden.

  • Gott: Er hat uns in die Welt gestellt und möchte uns darin begegnen, darum begeben wir uns im dritten Schritt auf die Suche nach ihm.

  • Firmung: In diesem Sakrament handelt Gott in besonderer Weise an uns, daher rücken wir es im letzten Themenblock in den Fokus.

 

Die einzelnen Themenbereiche werden in mehreren Einheiten bearbeitet. Sie können in Kleingruppen, aber auch in Treffen mit allen Firmbewerberinnen und Firmbewerbern durchgeführt werden. Da ein Modul ca. 90 Minuten dauert, eignen sich die Einheiten auch für den Schulunterricht. Der Firmtrack ist auf das Alter von 14 bis 17 Jahren ausgelegt.

Den Rahmen für den Firmtrack bilden die Infoveranstaltung, ein Kick-Off und die liturgische Probe zum Firmgottesdienst. Die Einführung in die Beichte sowie die Feier des Bußsakramentes erfolgen über den Versöhnungsweg (siehe in diesem Workbook).

Zusätzlich bietet dieses Workbook viele unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten für den Firmgottesdienst und eine breitgefächerte Material- und Methodensammlung an.

Aufbau des Workbooks

Aufba Workbook

Damit Du Dich im Workbook leichter zurechtfindest, gibt es hier eine Einführung in die verwendeten Symbole, Sprache und zusätzliche Materialien.

 

 

Die einzelnen Einheiten sind - mit wenigen Ausnahmen - gleich aufgebaut. Die verschiedenen Phasen werden durch folgende Symbole im Ablaufplan angezeigt:

 

1. Vorphase

Du richtest den Raum her und legst die nötigen Materialien bereit. Die TN kommen an und finden sich ein.

 

2. Beginn

Das Treffen beginnt mit einem gemeinsamen Startpunkt. Du begrüßt die TN und stellst den Ablauf des Treffens vor.

 

3. Icebreaker

Zur Auflockerung beginnt Ihr mit einem gemeinsamen Spiel.

 

4. Initiieren | Vorbereiten

Anschließend aktiviert Ihr Euer Vorwissen zum Thema und entwickelt eine gemeinsame Zielperspektive.

 

5. Begegnen | Erschließen

Gemeinsam erarbeitet Ihr nun das jeweilige Thema des Treffens. Dies geschieht auf ganz unterschiedliche Weise (z.B. Begegnung mit einem Bibeltext, Bild, Lied).

 

6. Vertiefen | Vernetzen

In einem nächsten Schritt vertieft Ihr das erarbeitete Wissen. Wichtig ist dabei, dass die TN einen Bezug zu ihrem eigenen Leben und ihrem Berufungsweg herstellen.

 

7. Gebet

Im Gebet bringt Ihr zum Abschluss alles Erlebte zu Gott und setzt ihn ins Zentrum Eurer Gemeinschaft.

 

Außerdem haben wir im Text immer wieder Tipps mit dem Symbol XXX platziert. Hier solltest Du Dir schon im Vorfeld des Treffens Gedanken machen, ob und wie Du diese übernehmen willst.

Sprachliche Hinweise

 

Sätze, die in Anführungszeichen stehen und kursiv abgedruckt sind, können genau so von Dir vorgetragen werden. Wir empfehlen Dir aber, dass Du frei und in Deinen Worten zu den Jugendlichen sprichst.

 

Die Firmbewerberinnen und Firmbewerber betiteln wir in der Regel als Teilnehmende und kürzen sie im Text als „TN“ ab. Im Unterpunkt 7.3 „Liturgische Probe und Heilig-Geist-Andacht“ sowie im Kapitel 9 „Der Firmgottesdienst“ verwenden wir die Abkürzung „FB“ für Firmbewerberinnen und Firmbewerber.

 

 

Materialien

 

Zu jeder Einheit findest Du eine Aufzählung aller Materialien. Verwende diese als Checkliste in der Vorbereitung.

 

Viele Materialien kannst Du auf unserer Website berufung-augsburg.de unter dem Navigationspunkt „Materialien – Firmtrack“ downloaden. Besonders Powerpoint-Präsentationen, Listen, Begleitbriefe, Wortkarten und Videoaufnahmen sind hier zu finden. QR-Code einfügen

 

Andere Materialien, wie die Gebetsfaltkarte oder das Memoryspiel, kannst Du bei uns in der Abteilung Berufe der Kirche kostenlos bestellen. Schreib uns dazu unter berufe-der-kirche@bistum-augsburg.de oder rufe unter 0821/3166-3211 an.

 

In der Abteilung Berufe der Kirche kann man auch das Booklet für die TN bestellen. Alle Jugendliche, die bei der Firmvorbereitung mitmachen, bekommen so ein Heft, das sie durch die Treffen begleitet und in dem sie wichtige Erkenntnisse für sich festhalten können. Wir nehmen hier im Workbook immer wieder auf das Booklet Bezug. Innerhalb der Einheiten führen die TN Arbeitsaufträge in und mit diesem Booklet aus. Falls Du Dich in Deiner Firmvorbereitung gegen das Booklet entscheidest, kannst Du auf unserer Website die einzelnen Seiten herunterladen. So kannst Du auch ohne Booklet die Einheiten durchführen.

 

In unserem Firmtrack sind Beamer und weitere Technik vorgesehen. Solltest Du keinen Zugriff auf diese vor Ort haben, kannst Du sie bei der Medienzentrale im Bistum Augsburg kostengünstig leihen:  QR-Code einfügen https://bistum-augsburg.de/Hauptabteilung-II/AV-Medienzentrale/Kontakt-und-Team

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Erste Planungen

Erste Planungen

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  • Kläre ab, wer von den hauptamtlichen Mitarbeitenden in Deiner Pfarrei bzw. Pfarreiengemeinschaft die verantwortliche Ansprechperson für die Firmvorbereitung ist.

  • Nimm Kontakt auf und besprecht gemeinsam, wer an der Firmvorbereitung beteiligt ist oder sein sollte.

  • Bringe alle Beteiligten zu einem Austausch zusammen.

  • Entscheide Dich mit Deinem Firmteam, wie Eure Firmvorbereitung ganz konkret aufgebaut sein wird und welche Veranstaltungen dazugehören.

  • Überlege mit den anderen, wen Ihr in Euer Firmteam noch dazu nehmen wollt.

Team

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  • Informiere Dich über den Firmtermin. Normalerweise wird dieser über das Pfarrbüro mit dem Dekan abgesprochen.

  • Erstelle ausgehend vom Firmtag einen Terminplan für die Vorbereitung. Eine Vorlage findest Du auf unserer Website.

  • Achte dabei auf schulische Verpflichtungen (Prüfungen, Fahrten etc.) oder andere wichtige Ereignisse vor Ort.

  • Sprich die Termine mit Deinem Pfarrbüro und den Personen ab, die für die Durchführung der Veranstaltungen wichtig sind.

  • Reserviere für die Termine die passenden Räumlichkeiten (Pfarrsaal, Kirche etc.).

  • Kläre ab, wie Du bei den einzelnen Veranstaltungen Zugang zu diesen Räumlichkeiten bekommst.

Termin-

plan

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  • Beginne frühzeitig mit der Werbung für die Firmvorbereitung.

  • Wenn Du die Firmbewerberinnen und Firmbewerber persönlich anschreiben möchtest, dann bitte Dein Pfarrbüro um Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen. Eine Vorlage für den Brief findest Du auf unserer Website.

  • Wenn Du Werbung über die Schulen machen möchtest, nimm Kontakt mit den Religionslehrkräften auf und bitte sie, die Einladung weiterzugeben.

  • Nutze die Werbekanäle Deiner Pfarrei bzw. Deiner Pfarreiengemeinschaft: Pfarrbrief, Kirchenanzeiger, Homepage, Instagram, Schaukasten, Vermeldungen im Gottesdienst etc. Achte auf den Redaktionsschluss. Eine Vorlage für ein Plakat findest Du auf unserer Website.

  • Gibt es andere Medien vor Ort, die Du nutzen möchtest (Lokalzeitung, Dorfblatt etc.)?

Werbung

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  • Verteile die Verantwortlichkeiten.

  • Besorge rechtzeitig alle Materialien. Eine Übersicht findest Du auf S. XX.

  • Erstelle Dir einen Terminplan für die Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen und leite ihn an Dein Firmteam weiter.

  • Besichtige die Räumlichkeiten und kläre ab, welche Ausstattung vor Ort ist (Beamer, Flipchart, Mikrofonanlage etc.).

  • Mache eine Kostenaufstellung für alle anfallenden Posten. Frage ab, ob ein Beitrag von den Firmbewerberinnen und Firmbewerber eingesammelt wird, oder ob alle Kosten von den Kirchenstiftungen übernommen werden.

  • Lass Dir über das Pfarrbüro eine Ehrenamt-Mailadresse anlegen. So kannst Du über das Bistumsnetz agieren und die Daten bleiben sicher. Zusätzlich lohnt es sich, die Cloud ‚Communicare‘ zu nutzen, um Dateien mit dem Firmteam und dem Pfarrbüro zu teilen. Achtung: Versende nie personenbezogene Daten über Deine private Mailadresse!

Außerdem

wichtig ...

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